www.geldtransfair.de: leichtere Überweisungen an Angehörige im Ausland

Do, 29.11.2007
 
Geldtransfers von inländischen Migrantinnen und Migranten an ihre im Heimatland lebenden Angehörigen (so genannte Remittances) sind vor allem für Entwicklungsländer wichtig. Eine neue Internetseite macht das Überweisen leichter.
Für viele Entwicklungsländer sind die Überweisungen der Ausgewanderten der bedeutendsten Kapitalzufluss. Nach Schätzungen der Weltbank beläuft sich das jährliche Volumen allein für Entwicklungsländer auf rund 310 Milliarden US-Dollar.
 
Die Privattransfers sind damit dreimal so hoch wie die weltweiten Entwicklungshilfezahlungen (2006: 104 Milliarden US-Dollar). Und sie sind fast so hoch wie alle Direktinvestitionen in diesen Ländern.
 
Untersuchungen kommen zu dem Ergebnis, dass in Ländern, die in erheblichem Umfang Migrantentransfers erhalten, das Armutsniveau abnimmt. Die Empfänger nutzen das Geld für eine besser Ausbildung ihrer Kinder und besseren Wohnraum.
 

Sendeland Deutschland

 
Auch Deutschland hat großes Interesse an dem Thema. Nach den Vereinigten Staaten und Saudi-Arabien ist die Bundesrepublik weltweit das wichtigste Sendeland von Migrantentransfers. Zu den drei wichtigsten Empfängerstaaten von Zahlungen aus Deutschland zählen neben der Türkei Italien, Serbien und Montenegro.
 
Das Bundesministerium der Finanzen veranstaltet zu diesem Thema noch bis zum 30. November eine internationale Konferenz. Das hochrangige Treffen in Berlin war beim G8-Gipfel in Heiligendamm vereinbart worden.
 
Teil nehmen neben Repräsentanten der G8-Länder Vertreter von Sender- und Empfängerländern, von internationalen Organisationen und Nichtregierungsorganisationen. Auch Expertinnen und Experten aus Forschung und Lehre diskutieren auf der zweitägigen Konferenz mit.

 
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